Wissenschaftliche Ausrichtung

Im Rahmen der Konferenz wird ein Thema in den Mittelpunkt gestellt, das gleichzeitig eines der drängendsten Aufgaben der translationalen Krebsforschung in Zeiten der Hochdurchsatz-Omics repräsentiert: Omics-Technologie(n) und die fehlenden Werkzeuge und experimentellen Strategien, um Genom- und Transkriptom-, aber zunehmend auch Proteom- und Metabolomdaten in einer integrativen Art und Weise zusammenzuführen und dafür zu nutzen, Zielmoleküle und Bedingungen für effektive neue Therapien zu identifizieren.

Hierbei ist ein zentrales Problem, dass die Mehrzahl der ‘targeted therapies‘ trotz vielversprechender experimenteller Befunde in der Klinik nicht funktionieren. Dabei sind die zugrundeliegenden Bedingungen der ausbleibenden Wirksamkeit (onkogene Netzwerke, Tumorheterogenität, Cancer stem cells und weitere) noch immer nicht ausreichend erforscht.

Diesen fehlenden „Brückenschlag“ zwischen multiplen omics-basierter Analysen des ‚Fingerabdrucks‘ von Tumoren und effektiven Therapien zu adressieren und beide Themen näher zusammenzubringen bildet das zentrale Thema der Konferenz, welches aufgrund der translationalen Ausrichtung TeilnehmerInnen aus dem naturwissenschaftlichen sowie dem klinischen Bereich in Berlin versammeln soll. Die Tagungsteilnehmer werden sich somit aus Patienten-betreuenden Medizinern (u.a. Oberärzte, Studienleiter), forschenden Klinikern („Clinical Scientists“) sowie grundlagenorientierten Krebsforschern und molekularbiologischen Arbeitsgruppenleitern zusammensetzen. Wir erwarten Konferenzteilnehmer aus Kliniken bzw. universitären und nicht-universitären Forschungseinrichtungen, größtenteils aus Deutschland sowie dem europäischen Ausland.